kunsthaus nrw
kornelimünster

Kristina Berning, Stephanie Gudra, Bettina Marx, Sebastian Riemer, Timo Seber, Christoph Westermeier
Eröffnung am 5. Juni 2016 um 16 Uhr
17 Uhr Soundperformance von Stephanie Gudra

Die Oberfläche der Dinge hat einen Sprung bekommen – ein Gedanke, der durch die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten geweckt wird. 1980 geborenen Künstlerinnen und Künstler kratzen an den Oberflächen, brechen sie auf. Sei es in der Fotografie, der Malerei, der Skulptur oder der Malerei, sie lassen uns durch Brüche, Überarbeitungen, Fehler in das Wesen der Dinge schauen. Wie sie konstruiert sind, was ihre tieferen Bedeutungen sind. Wie es Leonard Cohen mit der Zeile aus seinem Song „Anthem“ angedeutet hat: There is a crack in eyerything / thats how the light get’s in. Der Riss lässt die Zerbrechlichkeit der gestalteten Welt zum Vorschein treten.

Sebastian Riemer, Athlete Gerould, 2016, Pigementprint, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Die Träger des Förderpreises Bildende Kunst des Nordrhein-Westfalen aus den letzten Jahren 2013, 2014, 2015 stellen im Kunsthaus NRW Kornelimünster ihre Arbeiten vor. Es sind für den besonderen Ort neue Arbeiten entstanden, wie die Installation eines fragilen Laufstegs von Timo Seber oder die Installation von Christoph Westermeier mit vergessenen Werken der Fördersammlung. Für die Räume des Kunsthauses konzipiert Bettina Marx eigens eine abstrakte Raummalerei. In ihren Arbeiten wie auch bei den Skulpturen von Kristina Berning ist das Material durchbrochen, lassen Farbschlieren oder rauer Gips die Werke fragil erscheinen. Stefanie Gudra und Sebstian Riemer zeigen neue Werke, welche die Konstruktion fotografischer Bilder hinterfragen.

Stephanie Gudra, Scan, 2014, Inkjet auf Baryt, Ansicht Kunsthaus Kornelimünster 2016, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Kristina Berning, Sepentinata und Airborne, 2015, Ansicht Kunsthaus Kornelimünster 2016, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016